Kochen auf russisch

Leckere Rezepte aus der russischen Küche mit Fotos

Frustessen – ein schlechtes Essverhalten

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Aus Frustration oder Langeweile essen, tun viele. Besonders in jungen Jahren bürgern sich die späteren Essgewohnheiten ein. Wer sich in der Studienzeit unregelmäßig und ungesund ernährt hat, der wird das unbewusst und automatisch ein Leben lang weiter machen. Das heißt aber nicht, dass man sein schlechtes Essverhalten nicht noch nachträglich loswerden kann. Dazu bedarf es aber einer starken Selbstdisziplin und großen Willen. Wer dies nicht hat, isst nach wie vor ungesund und mit den Jahren vermutlich auch Kalorienreich weiter. Die Portionsgrößen bleiben also, doch der Körper braucht nicht mehr soviel. Der Überschuss schlägt sich auf die Hüften.

Die heutige Generation der jungen Menschen ernährt sich sehr ungesund. Wenige legen Wert auf regelmäßige, gesunde und ausgewogene Ernährung. Sport kommt noch seltener vor. Es ist erschreckend wie die Zahl der Übergewichtigen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten immer weiter angestiegen ist. Viele achten nicht auf die Inhaltsstoffe/Nährstoffe ihrer Nahrung sondern essen und essen. Viele essen schon in der Pubertät über ihren Hunger hinaus was sich mit Speckpolstern unweigerlich bemerkbar macht. Dazu kommt der hohe Alkoholkonsum, der den Fettabbau bremst und zusätzliche, leere Kalorien liefert.

Doch dann kommt die Bikini Saison und unsere Bevölkerung zwängt sich vermehrt in zu eng gewordene Trainingskleider und begibt sich zu einem Dauerlauftraining in Parks und in Fitnesscenter. Oft ist die Kondition durch die Gewichtszunahme allerdings so schlecht, dass viele schon nach wenigen Runden schlapp machen. Nun fühlen sie sich ausgenommen und erschöpft, haben viel geschwitzt und sich angestrengt. Belohnt wird das mit einer großen Portion Mittagessen. Das in Wahrheit nur wenige Kalorien verbrannt wurden, interessiert keinen. Starke Schweißausbrüche sind nicht mit einer hohen Kalorienverbrennung gleich zuschließen. Typisch ist das auch im Bezug zu einem Saunabesuch. Nach einer halben Stunde kommen wir Schweiß gebadet aus der Sauna und sind der Meinung wir hätten Kalorien verbrannt. Tatsächlich wiegen wir oft 1-2 Kg weniger wenn wir hinterher auf die Waage steigen. Allerdings ist das verlorene Gewicht durch das Schwitzen verloren gegangen. Es ist Flüssigkeit gewesen, kein Fett.
Wenn wir nun bis zum nächsten Tag warten und dann wieder auf die Waage steigen, ist das ursprüngliche Gewicht wieder da.

Oftmals gibt es das Phänomen des Frustessens. Wenn Nahrung als Kompensation für ein negatives Erlebnis eingesetzt wird. Wenn der Tag einfach nicht so läuft wie er soll oder man durch eine wichtige Prüfung gefallen ist, greift so mancher zu Schokolade kompensiert die negativen Ereignisse mit einer großen Portion des Lieblingsessens. Die psychische Rechtfertigung ist dann „Nun hat das schon heute nicht geklappt wie geplant, dann darf ich zumindest…“

Durch das Frustessen lernt der Körper die Sättigungsgefühle zu ignorieren. Wer über längere Zeit isst, auch wenn er keinen Hunger hat, der nimmt nicht nur zu, sondern verlernt es auf sein Hungergefühl zu hören und das Sättigungsgefühl war zu nehmen. Der Körper sagt dem Gehirn wann er Nahrung braucht. Wir reagieren mit dem Verzehr von Lebensmitteln. Wenn wir aber von alleine Lebensmittel zu uns nehmen, ohne, dass der Körper um diese gebeten hat und diese somit gar nicht benötigt, nehmen wir überflüssige Energie auf. Diese wird für schlechte Zeiten im Fettspeicher des Bindegewebes gelagert. Nur blöd, dass es in der heutigen Gesellschaft, wo uns sieben Tage die Woche, vierundzwanzig Stunden am Tag überall Nahrung zur Verfügung steht, und es somit keine schlechten Zeiten mehr gibt.

Nahrung kann im Gehirn sogenannte Endorphine ausschütten. Dies sind körpereigene Glückshormone, die im Belohnungszentrum aktiv werden. Die Endorphine lassen den Menschen Zufriedenheit und Genuss verspüren. Besonders Schokolade kann dies hervorrufen. Das Verlangen nach diesen Glückshormonen löst oftmals auch die Heißhungeranfälle, zum Beispiel während einer Diät, aus.


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