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Die heilende Wirkung der Zwiebel

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Zwiebel

Rote Zwiebeln


Schon unsere Vorfahren haben die heilende Wirkung der Zwiebel erkannt und die Gewürz- und Heilpflanze als Arznei und Aphrodisiakum verwendet. Besonders im Mittelalter wurde die desinfizierende Kraft der Knolle genutzt, um Colora und Pest abzuwenden. Auch heute noch gilt das Lauchgewächs nicht nur als guter Geschmacksverstärker, sondern wird auch als Lebenselixier gesehen, dass Krankheiten vorbeugt und bei vielen Leiden hilft.

Doch was genau macht die Zwiebel so besonders?

Die Knolle enthält sowohl schwefelhaltige Aminosäuren als auch Lauch-& Senföl. Trotz des lästigen Nebeneffekt des Senföl, das uns häufig beim Schneiden der Zwiebel die Tränen in die Augen treibt, entstehen dadurch Verbindungen mit Aminosäuren, die das Wachstum von Bakterien und Pilzen eindämmen. Weiterhin enthält die Zwiebel zahlreiche Vitamine und Wirkstoffe, darunter Kalium, Phosphor, Vitamin B und C, Calcium, Eisen und Schwefel.

Die Zwiebel als Hausmittel gegen Grippe und Erkältung

Wer einer Erkältung oder einem grippalen Infekt mit Hausmittelchen entgegen wirken will, der findet in der Zwiebel einen starken Verbündeten. Besonders bei Husten und Bronchitis ist der so genannte Zwiebelsaft der König unter den Heilmitteln. Dieser ist einfach und schnell herzustellen und die benötigten Zutaten finden sich meist in jedem Haushalt. Um den beliebten Sirup zu gewinnen, sollten 2-3 Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten und mit braunen Zucker oder Honig vermischt werden. Nach ein paar Stunden kann der gebildete Saft mit einem Esslöffel mehrmals am Tag eingenommen werden und somit seine antibakterielle und schleimlösende Wirkung entfalten. Die Zwiebel ist ein natürliches Antibiotikum und hilft dem Körper beim Kampf gegen Bakterien und Krankheitserreger. Wer unter Schnupfen leidet, dem schafft ein Zwiebelsäckchen auf dem Nachttisch eine erleichterte Atmung. Die Zwiebelwürfel müssen dazu lediglich in ein Stofftaschentuch gewickelt werden und dienen dazu, die Schleimhäute abzuschwellen und die Entzündung schneller abklingen zu lassen. Das Mittel ist besonders bei der Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern beliebt. Bei grippalen Infekten kommt es häufig zu Ohrenschmerzen oder Druck auf dem Ohr. Eine Zwiebelohrauflage lindert den Schmerz spontan und verringert das Druckgefühl. Die Zwiebelwürfel werden dazu in ein Tuch gewickelt und über Wasserdampf erwärmt. Um der Erkältung mit einem ruhigen und entspannenden Schlaf entgegenzuwirken, eignet sich das Zugeben einer zerriebenen Zwiebel in eine Tasse heiße Milch.

Krankheiten vorbeugen

Zwiebeln haben nicht nur eine heilende, sondern auch ein vorbeugende Wirkung. Durch die schwefelhaltigen Wirkstoffe werden die Zellwände des Körpers geschützt und Gefäßverengungen entgegengewirkt, womit der Körper gegen Schlaganfall, Herzinfarkt oder Thrombose geschützt ist. Die Inhaltsstoffe der Knolle haben eine blutverdünnende Wirkung und helfen somit wirkungsvoll, altersbedingten Gefäßerkrankungen und Tumorleiden vorzubeugen. Die Zugabe von rohen Zwiebeln zu den Mahlzeiten versorgt den Körper mit ausreichend Vitamin C und wirkt zudem auf lange Sicht körperentgiftend. Die Vitamine regen zudem die Nierentätigkeit an und fördern die Verdauung. Weiterhin enthält das Lauchgewächs schwefelhaltige Wirkstoffe, die den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen und die Bildung des LDL-Cholesterins hemmen. Nicht wenige Menschen leiden unter Bluthochdruck oder Blutzucker. Auch hier hat die Knolle einen positiven Effekt und kann mit Blutzucker- und blutdrucksenkenden Eigenschaften punkten. Epidemiologische Untersuchungen haben des Weiteren gezeigt, dass die Ernährung mit ausreichend Zwiebeln das Risiko bestimmter Krebsarten senkt und auch Asthmaanfällen vorgebeugt werden kann.

Schöneres Aussehen durch Zwiebeln

Die Zwiebel heilt den Körper nicht nur von innen, sondern wirkt sich auch positiv auf das Äußere aus. Durch den großen Zinkgehalt können Altersflecken auf der Haut reduziert werden und frische Narben von Verletzungen heilen durch ein Gel aus Zwiebelextrakt besser und schneller. Wird die Zwiebeln gehackt und mit Wasser zu einem Brei vermengt, so haben Sie eine wirkungsvolle Paste zur äußerlichen Anwendung von Entzündungen, Abszessen und Hämorrhoiden. Besonders im Sommer sorgen oftmals zahlreiche Insektenstiche auf der Haut für unansehnliche Pusteln. Auch hier verschafft der Saft des Gewürz-& Heilgewächses nicht nur Linderung des Schmerzes, sondern wirkt auch der Schwellung entgegen oder lässt Blutergüsse schneller verblassen. Wen der Geruch der Zwiebel nicht stört, der kann den Saft der Knolle als Haarpflegemittel verwenden. Auch hier hat der Schwefelgehalt eine positive Wirkung und ist gut für Kopfhaut und Haarwachstum.


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